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Afrikanische Schweinepest bleibt Dauerthema für die Jägerschaft

Bei der diesjährigen Hegering-versammlung im Gasthof „Zur Quelle“ in Boos konnte Hegeringleiter Axel Schneider rund 45 Teilnehmer begrüßen, wobei sein besonderer Gruß Ursula Weber, stv. Vorsitzende der Kreisgruppen sowie dem Leiter des Forstamtes Ahrweiler, Bolko Haase, galt.

Axel Schneider konnte über ein positives Jahr 2018/2019 berichten, in dem besonders das gemeinsame Miteinander im Vordergrund stand. Nach dem Start im März 2018 mit der gut besuchten Hegeringversammlung fand das Hegeringschießen im September einen guten Anklang.  Die Ehrenscheibe konnte Max Göke mit dem besten Schuss erringen.
Auch 2019 wird man sich am 28. September wieder auf dem Schießstand in Mayen in geselliger Runde treffen. Besonders erfreulich war die Teilnahme von 12 der 19 Reviere bei der winterlichen Gemeinschaftsansitz-jagd.
Für 2020 wurde der Termin auf den 09. bis 12. Januar festgelegt.
Axel Schneider schlug, eine Aktion zur Entfernung der für Wildtiere und Menschen gleichermaßen gefährlichen alten und oft eingewachsenen Stacheldrahtanlagen oder sonstigen Zäune vorzunehmen.

Ursula Weber ging besonders auf die nach wie vor als Damoklesschwert über der Jägerschaft aber auch der Hausschweinezüchter hängenden „Afrikanischen Schweinepest“ ein. In Belgien, wo die Seuche erstmals in unmittelbarer Nähe ausbrach, wurden im eigentlichen Seuchenkerngebiet bei 1000 Proben 300 positive Nachweise geführt, wobei in Hausschweinbe-ständen keine Nachweise vorlagen. Im Übrigen ist der Informationsfluss aus Belgien sehr dürftig.
Dennoch gilt es wachsam zu bleiben, weiter verschärft zu jagen und die ASP-Beprobung durch konsequente Einreichung von Proben zu unterstützen.
Das Niederwildmonitoring sollte durch Mitteilung der Zählungsergebnisse mehr als ernst genommen werden, damit nicht mangels Bestandszahlen weitere Tierarten dem Jagdrecht entzogen werden. Ebenfalls wird aufgerufen sich am Feld-Wiesen-Wildschutzprogramm zu beteiligen, Saatgut wird von der Kreisgruppe zur Verfügung gestellt. Auch für den jagdlichen Einsatz der Jagdhunde macht sich die Kreisgruppe stark und stellt einen Pool von 3.000 Euro an Zuschüsse für Schutzwesten zur Verfügung. Der Landesjägertag in Montabaur am 10. Mai 2019 sollte gut besucht werden, um auch in der Öffentlichkeit offensiv für Hege und Jagd zu werben.

Axel Schneider zeigte sich erfreut über die Teilnahme von 12 Revieren an der diesjährigen Hegeschau mit der Präsentation der Rehgehörne, Keiler-waffen, zeigen dies doch einen Querschnitt über die Qualität und die gesunden Wildbestände. Die Vorstellung der Trophäen erfolgte durch Herbert Braunschädel. Beim, Revier Luxem Erleger Martin Freund, Silber ging an Markus Hogen Revier Lind, 76,9 Pakte, 273 gr. Und Bronze an Sven Schneider, EJB Etscheid, 68,2 Pkte, 228 gr. Der stärkste Keiler fiel im Revier Boos, 5-7 jährig, mit 76,5 Punkten, Erleger Ulrich Faßbender.

Hilfe der Jäger beim Aufbau klimastabiler Wälder ist gefragt. Nach dem trockenen Sommer mit Borkenkäferbefall und zusätzlich den Sturmschäden sind viele neue Waldflächen mit widerstandsfähigen Pflanzen wie Eiche, Buche, Douglasie und Weißtanne zu bestocken. Damit die Pflanzen auch hochkommen sollte das Rehwild verstärkt bejagt werden. Leider lagen von der Unteren Jagdbehörde keine detaillierten Abschusszahlen für Schwarzwild vor, jedoch war gefühlsmäßig das abgelaufene Jahr durch Eichen- und Buchenmast schwierig für die notwendige verschärfte Bejagung. Auf die zwingende Einhaltung der Kirr-Verordnung wurde nochmals hingewiesen.
Auf dem Programm standen auch Ehrungen:
Michael Steffens, Luxem und Georg Hogen, Revier Lind sind 25 Jahre Mitglied im Landesjagdverband und erhielten eine Dankurkunde.
Für die langjährige Tätigkeit als Pressewart und Organisator der Jagdhornbläser bei den Veranstaltungen im Hegering wurde Matthias Steffens mit Ehrenurkunde und Weinpräsent bedacht.
Nach dem Verblasen der Strecke konnte Axel Schneider mit einem Dank an alle Teilnehmer eine gut besuchte, informative und harmonische Versammlung mit einem kräftigen Waidmannsheil für das kommende Jagdjahr schließen.